Tagebuch C-Wurf Woche 3

12.06.2026

Gestern Morgen hat Calia als Erste die magische 2-Kilo-Marke geknackt und brachte ganz exakt 2.000 Gramm auf die Waage. Lange konnte sie ihren Vorsprung allerdings nicht genießen, denn Capo hat heute ordentlich nachgelegt und mit stolzen 2.250 Gramm deutlich aufgeholt. Damit sind die beiden aktuell unsere Schwergewichte und die ersten Welpen des Wurfes, die die Zwei-Kilo-Grenze überschritten haben. Ob da wohl heimlich nachts am Futternapf trainiert wird?

Heute stand außerdem eine große Premiere an: Zum ersten Mal haben wir die Tür offiziel für Welpenbesuch geöffnet. Und was sollen wir sagen? Die zukünftigen Besitzer gaben sich förmlich die Klinke in die Hand. Unsere Welpen fanden das natürlich großartig, denn zusätzliche Besucher bedeuten vor allem eines: noch mehr Hände zum Kuscheln!

Mitten im Trubel zeigte sich Jazz einmal mehr von ihrer besten Seite. Sie hatte alles aufmerksam im Blick und kontrollierte gewissenhaft, wer da ein- und ausging. Trotzdem blieb sie völlig entspannt und meisterte den Besuchermarathon mit Bravour. Genau so stellt man sich eine souveräne Hundemama vor.

Für den größten Fortschritt des Tages sorgte allerdings Capo. Die Welpen haben heute ihre Wasserschüssel entdeckt, und Capo war der Erste, der daraus getrunken hat. Und wie! Als hätte er sein ganzes Leben lang nichts anderes getan. Kein vorsichtiges Schnuppern, kein zögerliches Probieren – einfach hin, trinken und fertig. Ein echter Profi eben.

So vergeht kein Tag, an dem unsere kleine Crew nicht etwas Neues lernen. Wir sind gespannt, welche Überraschungen sie morgen für uns bereithalten – langweilig wird es mit dieser Bande jedenfalls nie.

11.06.2026

In einem entspannten und satten Moment nach dem Fressen stand wieder die Nagelpflege auf dem Programm. Die Kleinen haben das sehr gut mitgemacht und alles verlief ganz stressfrei.

Außerdem haben wir heute wieder zweimal im Ring zugefüttert. Das Futter wurde mit etwas Quark angereichert, was bei den Welpen deutlich besser ankam

Calimba stupst den Ball

.

Besonders schön zu beobachten ist, dass die Spielphasen nun langsam länger werden. Die Welpen beschäftigen sich immer mehr miteinander, spielen bereits gemeinsam und haben sogar schon ihr erstes Spielzeug für sich entdeckt. Es macht viel Freude, ihre Entwicklung Tag für Tag mitzuerleben.

Capo

10.06.2026

Nachdem wir unsere Welpen an zwei Tagen einzeln aus kleinen Schüsselchen zugefüttert hatten, stand heute der nächste Schritt auf dem Programm: die erste gemeinsame Mahlzeit am Futterring.

Schon gestern waren einige der Kleinen beim zweiten Zufüttern nicht mehr ganz so begeistert von der angebotenen Welpenmilch. Wir schoben das zunächst darauf, dass der Abstand zwischen Säugen und Zufüttern vielleicht einfach zu kurz gewesen war. Deshalb durfte Jazz heute vor der Fütterung nicht zu ihren Welpen, damit die Bande mit ordentlich Hunger an den Start gehen konnte.

Bei der Auswahl der Welpenmilch hatten wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Unser Plan war, zunächst die wohl hochwertigste Welpenmilch auf dem Markt zu verwenden und später auf unsere selbst zusammengestellte Zufütterung umzustellen.

Also wurde alles vorbereitet: Die Milch angerührt, der Futterring aufgebaut und die Welpen mit unserem Lockruf zusammengerufen. Dieser Ruf soll ihnen von Anfang an vermitteln, dass jetzt etwas Spannendes und vor allem Leckeres passiert. Anschließend wurden die kleinen Racker zum Futterring getragen.

Und dann?

Nichts.

Gar nichts.

Die Welpen standen um den Ring herum, schauten sich gegenseitig an, steckten vereinzelt mal ein Näschen in die Milch – und das war’s. Keine Begeisterung, keine Hektik, keine typische Welpen-Sauerei. Dabei hätten sie eigentlich hungrig sein müssen.

In diesem Moment erinnerte meine Tochter mich an eine andere Welpenmilch. Kurz vor der Geburt hatten wir vorsorglich eine Packung gekauft – die einzige, die damals im Fachhandel verfügbar gewesen war. „Rühr doch mal die an“, meinte sie.

Gesagt, getan.

Und plötzlich war alles so, wie man es von einem Welpenwurf erwartet: Die Kleinen stürzten sich begeistert auf den Futterring, Milch spritzte in alle Richtungen, kleine Pfoten landeten mitten im Napf und innerhalb kürzester Zeit herrschte das herrlich chaotische Durcheinander, das wir eigentlich schon beim ersten Versuch erwartet hatten.

Offenbar haben unsere Welpen eine sehr klare Meinung darüber, welche Milch ihnen schmeckt – und welche nicht. Die Entscheidung wurde heute jedenfalls einstimmig getroffen.

09.06.2026

Gestern war es endlich so weit: Nachdem wir einen Tag vorher entwurmt hatten, hat unsere kleine Crew ihre erste Welpenmilch bekommen. Ein großer Schritt in ihrer Entwicklung – und natürlich ein Ereignis, auf das wir alle sehr gespannt waren.

Den Anfang machte Cello. Ausgerechnet Cello, der sich zuvor beim Erkunden neuer Situationen eher vorsichtig gezeigt hatte. Doch als das Schüsselchen vor ihn gehalten wurde, war von Zurückhaltung nichts mehr zu merken. Vorsichtig tunkte er seine kleine Zunge in die Milch und schlabberte anschließend die ganze Schüssel leer – als hätte er nie etwas anderes gemacht. Ein kleiner Gentleman durch und durch.

Sein Bruder Capo stand ihm in nichts nach. Auch er zeigte beste Tischmanieren und genoss seine Milch ganz entspannt und ordentlich. Die beiden Brüder hätten problemlos einen Kurs für vorbildliches Benehmen geben können.

Calle hingegen blieb ganz Calle. Statt zunächst vorsichtig zu probieren, steckte er kurzerhand seine ganze Schnute in die Schüssel. Milchbart inklusive! Mit seiner lustigen und unbekümmerten Art sorgte er sofort für ein Schmunzeln, schlabberte aber genauso zuverlässig alles auf wie seine Brüder.

Calia machte es ihrem Bruder Calle nach und ging ebenfalls mit vollem Einsatz ans Werk. Da wurde nicht lange gefackelt – schließlich musste die leckere Milch ja probiert werden.

Die übrigen Damen Cami, Christl, Cordula und Calimba zeigten sich dagegen ausgesprochen manierlich. Mit viel Geschick setzten sie ihre kleinen Zungen ein und meisterten ihre erste Milchmahlzeit mit Bravour. Es war eine große Freude zu beobachten, wie selbstverständlich alle Welpen die neue Erfahrung angenommen haben.

Wir sind sehr stolz auf unsere kleine Bande. Jeder Welpe hat seinen ganz eigenen Stil gezeigt, aber eines hatten alle gemeinsam: Am Ende waren die Schüsselchen leer und die Bäuchlein rund und zufrieden.

08.05.2026

Heute stand bei unseren Welpen ein ganz besonderer Programmpunkt auf dem Tagesplan: Die Welpenbox wurde zum ersten Mal geöffnet! Damit begann für unsere kleine Crew eine völlig neue Welt voller spannender Gerüche, unbekannter Untergründe und aufregender Entdeckungen.

Und wer führte die Expedition an? Natürlich Calle, unser Kleinster! Ganz nach dem Motto „Klein, aber oho“ war er der Erste, der mutig losmarschierte. Besonders beeindruckend: Auch unsere Fliesen wurde von ihm kurzerhand erobert. Während wir noch überlegten, ob das nicht vielleicht etwas zu ambitioniert sei, turnte Calle bereits darüber, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Nicht lange danach folgte Christl. Auch sie zeigte sich von ihrer neugierigen Seite und machte sich entschlossen auf den Weg, die neue Welt zu erkunden. Gemeinsam bewiesen die beiden, dass Abenteuerlust keine Frage der Größe ist.

Die übrigen Geschwister beobachteten das Ganze zunächst mit einer gesunden Portion Skepsis. Doch als sie sahen, dass Calle und Christl weder von den Fliesen verschluckt wurden noch sonstige Gefahren lauerten, wagten sich auch die anderen Schritt für Schritt hinaus.

Besonders spannend war die Geschichte von Cello. Er hielt sich zunächst lieber an die bewährte Strategie „erst mal schauen, was die anderen machen“. Während seine Geschwister bereits auf Entdeckungstour gingen, prüfte er die Lage noch einmal gründlich. Sehr gründlich. Wirklich sehr gründlich. Aber schließlich siegte auch bei ihm die Neugier, und als er den entscheidenden Schritt wagte, zeigte er genauso viel Mut wie die anderen.

Es war herrlich zu beobachten, wie aus einer Gruppe vorsichtiger Welpen innerhalb kurzer Zeit kleine Entdecker wurden. Jeden Tag entwickeln sie sich weiter und überraschen uns mit neuen Fähigkeiten und ihrem ganz eigenen Charakter.

Und als wäre das nicht genug Aufregung für einen Tag gewesen, gab es heute noch eine weitere Premiere: Die Welpen wurden zum ersten Mal zugefüttert. Darüber berichten wir aber morgen ausführlich – schließlich brauchen gute Geschichten auch ein wenig Spannung.

Bis dahin ruhen sich unsere kleinen Abenteurer von ihrer ersten großen Expeditionen aus und schlafen jetzt wieder sicher verwahrt in ihrer Welpenbox.

angekommen im Kudde

07.06.2026

Heute gab es bei unseren kleinen Crew eine kleine Veränderung: Das bisher so beliebte Wäschekörbchen wurde endgültig ausgemustert. Die Welpen sind inzwischen einfach zu groß geworden und hatten nur noch ein Ziel – möglichst schnell wieder herauszukrabbeln. An gemütliches Verweilen war da nicht mehr zu denken.

Deshalb haben wir nun ein Kudde aufgestellt. Dort können die Kleinen künftig bequem warten, während ihre Welpenkiste gereinigt wird. Das neue Plätzchen wurde sofort neugierig in Augenschein genommen und bietet deutlich mehr Komfort und Bewegungsfreiheit.

Ich hatte mich heute eigentlich schon auf die nächsten „Flugversuche“ der kleinen Ausbrecherkönige eingestellt. Gestern musste ich die Reinigung der Welpenkiste alleine bewältigen und war dabei ordentlich beschäftigt, die muntere Truppe im Auge zu behalten. Für heute hatte ich sogar einen  „Fotografen“

dabei und hoffte auf viele lustige Schnappschüsse von kletternden, tobenden und neugierig die Welt erkundenden Welpen.

Doch die kleinen Racker hatten andere Pläne: Kurz zuvor hatte Mama ihre Kinder ausgiebig gesäugt, und statt akrobatischer Höchstleistungen gab es nur eines zu sehen – eine ganze Herde tiefenentspannt schlafender Welpen. So wurden aus den erhofften Actionfotos schließlich Bilder von zufriedenen, satt gefütterten und friedlich schlummernden Hundebabys.

Cordula

Manchmal sind die schönsten Momente eben die ganz ruhigen

06.06.2026

14-Tage-Rückblick unserer kleinen Crew

 
Die ersten zwei Lebenswochen unserer kleinen Schätze liegen nun hinter uns, und wir können kaum in Worte fassen, wie stolz und glücklich wir sind. Besonders möchten wir heute unsere wundervolle Jazz hervorheben, die ihre Aufgabe als Mama einfach großartig meistert.
 
Von Beginn an versorgt sie ihre Welpen liebevoll und fürsorglich. Sie hat reichlich Milch und kümmert sich mit einer beeindruckenden Ruhe und Hingabe um ihre Kinder. Es ist wunderschön zu beobachten, wie aufmerksam und fürsorglich sie sich Tag und Nacht um die Kleinen kümmert.
 
Nicht unerwähnt bleiben soll dabei unser kleiner Crash. Er gehörte zu diesem Wurf und hat einen festen Platz in unseren Herzen. 
 
Bis zum 10. Lebenstag verlief alles nahezu bilderbuchmäßig. Wir waren bereits an tägliche Gesamtzunahmen von 500 bis 700 Gramm gewöhnt und freuten uns jeden Morgen über die Entwicklung unserer kleinen Rekordtruppe. Als es Jazz am 10. Tag jedoch nicht ganz so gut ging, machten wir uns zunächst keine größeren Gedanken.
 
Am 11. Tag wurden wir dann etwas nachdenklich. Beim Wiegen stellten wir fest, dass drei Welpen sogar an Gewicht verloren hatten – etwas, das bei ihnen bislang noch nie vorgekommen war. Calle hatte 20 Gramm verloren, Calia 30 Gramm und Cello 10 Gramm. Drei Welpen hatten zwar weiter zugenommen, die übrigen waren jedoch auf ihrem bisherigen Gewicht stehen geblieben. Die gesamte Tageszunahme der acht Welpen lag lediglich bei 210 Gramm.
 
Gerade weil wir zuvor so außergewöhnlich hohe Gewichtszunahmen gewohnt waren, hat uns dieses Ergebnis zunächst erschreckt. Natürlich kam sofort die Sorge auf, ob Jazz vielleicht nicht mehr ausreichend Milch produziert und wir mit dem Zufüttern beginnen müssten.
 
Nach einigen Gesprächen und wertvollen Ratschlägen entschieden wir uns jedoch, die Entwicklung zunächst weiter aufmerksam zu beobachten. Zum Glück ging es Jazz bereits am nächsten Tag wieder deutlich besser – und unsere Sorge sollte sich als unbegründet herausstellen. Schon am darauffolgenden Tag legte die gesamte Wurfkiste wieder unglaubliche 790 Gramm zu. Damit war klar: Unsere tolle Mama macht weiterhin einen hervorragenden Job.
 
Auch die Entwicklung der einzelnen Welpen kann sich wirklich sehen lassen:
 
– Calimba:  von 490 g auf 1.360 g
– Capo:       von 560 g auf 1.470 g
– Calle:        von 440 g auf 1.310 g
– Cordula:   von 480 g auf 1.420 g
– Christl:     von 590 g auf 1.500 g
– Calia:        von 520 g auf 1.530 g
– Cello:        von 550 g auf 1.420 g
– Cami:       von 460 g auf 1.360 g
 
Wir sind selbst immer wieder erstaunt über diese beeindruckenden Gewichtszunahmen. Alle Welpen entwickeln sich prächtig, sind munter und zufrieden. Die ersten 14 Tage haben uns bereits viele schöne Momente beschert, aber auch gezeigt, wie eng Freude und Sorge manchmal beieinanderliegen.
 
Wir blicken voller Dankbarkeit auf diese ersten beiden Wochen zurück und freuen uns auf die kommende Zeit mit unseren kleinen Crew. Und unserer Jazz möchten wir noch einmal sagen: Du machst das großartig – wir sind unglaublich stolz auf dich.
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